Astronomie als Hobby



Update: 29.08.2016
Ehemaliges Equipment
Update: 24.08.2016
Biete: Filterschieber
Update: 24.08.2016
Biete: Justierlaser
Update: 23.08.2016
Biete: Digiklemme
Update: 23.08.2016
Biete: Baader Doppelbefestigung





Lexikon

A - B - C - D - E - F - G - H - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - V - W - Z




A
Aphel
Sonnenfernster Punkt der elliptischen Bahn eines Körpers um die Sonne (Perihel).
Apogäum
Erdfernster Punkt der elliptischen Bahn eines Körpers um die Erde (Perigäum).
Äquinoktium
Die Tag- und Nachtgleiche. Am 21. März und am 23. September steht die Sonne gleich lange unter und über dem Horizont (Solstitium).
Asteroid
Planetoid
Azimutale Montierung
Für Landschaftsbetrachtungen an Aussichtspunkten gebräuchliche Aufstellung eines Fernrohrs, bei der das Fernrohr in alle Richtungen um eine horizontale und eine senkrechte Achse gedreht werden kann (Parallaktische Montierung).




B
Bedeckungsveränderliche
Doppelsternsystem, in dem eine Komponente die andere verdecken kann. Durch die Umlaufbewegung der Sterne kommt es zu periodischen Helligkeitsschwankungen.
Blendenzahl
Verhältnis zwischen Brennweite und Durchmesser eines Kameraobjektivs (oder Teleskop). Bei doppelter Blendenzahl vervierfacht sich die Belichtungszeit (Öffnungsverhältnis).
Bogenminute '
Der 60-ste Teil eines Winkelgrads. Sonne und Mond besitzen einen Winkeldurchmesser von ca 0,5 Grad bzw. 30'.
Bogensekunde "
Der 3600-ste Teil eines Grads und 60-ste Teil einer Bogenminute.
Brennweite
Der Abstand des Brennpunktes vom Objektiv.




C
Cepheiden-Veränderliche
Sterne, deren Helligkeit periodisch schwankt, weil sie sich selbst (physikalisch) ändern. Sie stehen damit im Gegensatz zu den Bedeckungsveränderlichen.
CCD
Das "Charged Coupled Device" ist ein lichtempfindlicher Halbleiterchip, der zunehmend die herkömmlichen Filme verdrängt.




D
Deep-Sky Objekte
In der Astronomie gebräuchliche, englische Bezeichnung für nicht-sternförmige Objekte am Nachthimmel, also Gasnebel, Sternhaufen, Galaxien.
Deklination
Himmelskoordinate, die den Abstand vom Himmelsäquator in Grad misst. Sie entspricht den Breitenkreisen der Erde und wird nach Norden mit positivem, nach Süden mit negativem Vorzeichen gezählt (Rektaszension).
Dopplereffekt
Scheinbare Änderung der Frequenz einer Schall- oder Lichtquelle durch die Bewegung zwischen Sender und Empfänger. Bei Schall ist dies bekannt durch die Tonänderung eines vorbeifahrenden Martinshorns. Bei Licht bewirkt er, dass von uns weglaufende Sterne rot verschoben erscheinen und auf uns zu kommende blau.
Dunkelwolke
Interstellare Staubwolke, die das Licht der dahinter liegenden Sterne verdeckt.




E
edge-on Galaxie
Englischer Ausdruck für Galaxien, die wir von der Kante als mehr oder weniger schmalen Strich sehen; ein prominentes Beispiel dafür ist NGC 4565.
Ekliptik
Scheinbare Sonnenbahn am Himmel; der jährliche Weg unseres Zentralgestirns, der es durch die berühmten Tierkreisbilder führt.
Emissionsnebel
Gasnebel, die selbst Licht aussenden. Angeregt werden sie z.B. durch das energiereiche UV-Licht umliegender Sterne.




F
Fixstern
Selbstleuchtender Himmelskörper; im Gegensatz hierzu werden die Planeten durch Fixsterne angestrahlt.
Fokus
Brennpunkt einer Linse oder eines Teleskopspiegels; hier wird das Licht eines Sterns gebündelt und kann mit einem Film oder einer CCD-Kamera aufgenommen werden.




G
Galaxie
Allgemeiner Begriff für Sternsysteme ähnlich unserer Milchstrasse. Man unterscheidet spiralförmige, elliptische oder irreguläre Galaxien.
Galaxis
Aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für unserer Milchstrasse.
Gasnebel
Zwischen den Sternen bildet das interstellare Material riesige Wolken. Wenn sie zum Leuchten gebracht werden, treten Gasnebel am Himmel eindrucksvoll in Erscheinung (Emissionsnebel).
Gravitation
Kraft, die zwischen mehreren Massen anziehend wirkt.
Grössenklasse
Astronomische Helligkeitsskala, die auf den Astronomen Ptolemäus zurückgeht. Wird im Allgemeinen durch ein hochgestelltes m abgekürzt. Je grösser der Zahlenwert, umso schwächer erscheint uns ein Stern. Der hellste Fixstern am Nachthimmel besitzt eine Helligkeit von -1,46m; die schwächsten mit dem blossen Auge sichtbaren Sterne haben 6. Grössenklasse. In einem Fernrohr mit 20cm Öffnung kann man hingegen schon Sterne bis 14m erkennen.




H
H-alpha Licht
Rotes Licht, in dem atomare Wasserstoffatome leuchten. Besonders Gasnebel leuchten oft im Licht der H-alpha Linie.
H II
Schreibweise für einfach ionisierten Wasserstoff (chemisches Zeichen H).
Halo
Aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für "Hof". 1. Eine atmosphärische Erscheinung, die aufgrund von Eiskristallen in der Hochatmosphäre entsteht. Mögliche Effekte sind z.B. farbige Ringe um Sonne oder Mond, weisse Bögen oder so genannte Nebensonnen. 2. Kugelförmiger Raum um eine Galaxie, in dem sich z.B. die Kugelsternhaufen befinden.
Helium
Chemisches Element. Da es im 19. Jahrhundert erstmals im Spektrum der Sonne gefunden wurde, leitete man den Namen des "Sonnengases" vom griechischen Sonnengott Helios ab.
Horizont
Die Linie, bis zu der ein bestimmter Beobachter den Himmel sehen kann. Der Horizont ist also abhängig vom aktuellen Aufenthaltsort.




K
Kernfusion
Physikalischer Vorgang, bei dem Atomkerne eines leichteren chemischen Elementes zu denen eines schwereren umgewandelt werden.
Kugelsternhaufen
Ansammlung von Sternen, die so dicht gepackt scheinen, dass sie aus unserer grossen Entfernung als kugelförmiges Ganzes in Erscheinung treten. Es gibt einen sphärischen Halo aus solchen Sternhaufen um die Milchstrasse und um viele andere Galaxien.




L
Lichtjahr
Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurück legt: Ein Lichtjahr entspricht 9,46 Billionen Kilometer.
Lokale Gruppe
Galaxiengruppe, deren grösste Mitglieder die Andromedagalaxie und unsere Milchstrasse sind.




M
Meridian
Längenkreis auf der Erde. Wird der Meridian, auf dem ein Beobachter steht, an den Himmel projiziert, ergibt sich eine Linie, die den Nordpunkt mit dem Südpunkt verbindet und dabei durch den Zenit geht.
Messier-Objekte
Erster Katalog von neblig erscheinenden Objekten. Erstellt 1781 von dem Kometenentdecker Charles Messier, um Verwechslungen mit möglicherweise neuen Kometen zu vermeiden. Die 104 ursprünglichen Objekte wurden später um sechs weitere ergänzt.
Meteor
Eine Sternschnuppe, also ein leuchtender Luftkanal, verursacht durch einen Meteorid.
Meteorstrom
Erhöhtes Auftreten von Meteoren an bestimmten Tagen, an denen die Erde durch Staubwolken fliegt, die von Kometen hinterlassen wurden.
Meteorit
Auf die Erde einschlagendes, nicht vollständig verglühtes Reststück eines Meteorids.
Meteorid
Kleinstkörper des Sonnensystems, Staubteilchen aus Kometen oder noch aus Urzeiten und auch grössere Teilchen, solange sie kleiner sind als ein Planetoid.
Montierung
Das Bindeglied zwischen dem Teleskop und dem Stativ. Man unterscheidet zwischen azimutalen und parallaktischen Montierungen.




N
Nadir
Der (unsichtbare) Punkt der scheinbaren Himmelskugel, der sich genau unter dem Beobachter findet (Zenit).
Nebelfilter
Spezialfilter, das nur das Licht von Emissionsnebeln in einem schmalen Wellenlängenbereich durchlässt. Durch das Herausfiltern von irdischem Streulicht sieht man den Nebel mit stark erhöhtem Kontrast.
Neutronenstern
Eines der Endstadien der Sternentwicklung. Ein sehr grosser Stern fällt nach einer Supernova-Explosion zu einer etwa 20 bis 24km grossen Kugel zusammen. In ihr ist das Material so dicht gepackt, dass Protonen und Elektronen verschmelzen und nur noch Neutronen existieren können (Pulsar).
NGC-Objekte
Der 1888 erschienene New General Catalogue (of Nebulae and Clusters of Stars) spiegelt J. Dreyers Bestreben wieder, den Messier-Katalog zu erweitern. Dieser 7840 Objekte umfassende Katalog wurde später durch den Index Catalogue (IC) ergänzt.




O
Objektiv
Bauteil eines optischen Gerätes, auf das das einfallende Licht zuerst trifft. Beim Fernrohr kann das Objektiv entweder eine Linse (Refraktor) oder ein Spiegel (Reflektor) sein.
Öffnungsverhältnis
Verhältnis zwischen Durchmesser und Brennweite eines Fernrohrs. Je kürzer die Brennweite im Verhältnis zum Durchmesser ist, umso kürzer wird die Belichtungszeit für ausgedehnte Objekte. Der Kehrwert wird auch Blendenzahl genannt.
Offener Sternhaufen
Im Gegensatz zu Kugelsternhaufen deutlich lockerere Sternverteilung. Offene Sternhaufen befinden sich in der Milchstrasse. Die Zusammengehörigkeit der Sterne eines solchen Haufen lässt sich durch ihre gemeinsame Bewegung feststellen; die Radialgeschwindigkeiten ergeben einen gemeinsamen Fluchtpunkt.
Okular
Das Augenstück eines optischen Gerätes. Es besteht aus einer "Lupe" zur Betrachtung des vorher durch das Objektiv (und möglicherweise einer Sekundäroptik) erzeugten Bildes.




P
Parallaktische Montierung
Montierung, die um eine Achse parallel zur Erdachse drehbar ist. Dies erleichtert im Vergleich zur azimutalen Montierung die Nachführbewegung.
Parsec
Entfernungseinheit, die von Fachastronomen anstelle des Lichtjahrs verwendet wird. Ein Parsec (pc) ist definiert als genau die Entfernung, aus der der Abstand Sonne - Erde unter einem Winkel von einer Bogensekunde erscheint und entspricht 3,26 Lichtjahren.
Perigäum
Erdnächster Punkt eines Orbits um die Erde, z.B. eines Satelliten oder des Mondes. (Apogäum)
Perihel
Sonnennächster Punkt eines Orbits um die Sonne, also z.B. von Planeten, Planetoiden oder Kometen. (Aphel)
Planet
Himmelskörper, der einen Fixstern umkreist. Planeten leuchten nicht selbst, sondern reflektieren lediglich das Licht des Zentralgestirns. Neben den neun Planeten unseres Sonnensystems sind zur Zeit mehrere Dutzend Planeten um andere Sterne bekannt. Die Bezeichnung leitet sich ab vom griechischen Wort für Wanderer, da diese Körper sich dadurch bemerkbar machen, dass sie sich vor dem Hintergrund der festen Sternbilder durch den Zodiak bewegen.
Planetarischer Nebel
Von einem sterbenden Stern abgestossene Gashülle, die durch die Strahlung des Reststerns zum Leuchten angeregt wird. Der Name entstand, da diese Objekte in den relativ kleinen Fernrohren des 18. Jahrhunderts dem neu entdeckten Planeten Uranus ähnelten.
Planetoid
Kleiner Planet, wegen seines Anblicks im kleinen Fernrohr auch Asteroid (kleiner Stern) genannt. Es handelt sich um Körper des Sonnensystems, die meist kartoffelförmig sind, also nicht die sonst bei Planeten übliche Kugelgestalt aufweisen.
Pol
Punkt in einem Koordinatensystem, der 90 Grad entfernt von dem Grosskreis liegt, der die Grundebene markiert. Eine Kugel hat also immer zwei Pole; ist z.B. der Äquator die Grundebene, dann markieren Nord- und Südpol die Rotationsachse. Analoges gilt für die Ekliptik oder die Milchstrasse.
Pulsar
Kosmische Radioquelle. Neutronensterne strahlen längs einer bestimmten Achse besonders viel Licht ab. Durch ihre schnelle Rotation überstreift der so fokussierte Lichtkegel nur einen bestimmten Kreis. Wenn die Erde genau in dieser Richtung liegt, sehen wir den Stern wie einen Leuchtturm regelmässig aufleuchten.




Q
Quasar
Kunstwort für quasi-stellares Objekt, das ursprünglich aus der Radioastronomie stammt. Es handelt sich dabei um sehr weit entfernte Galaxien, die aber sehr stark strahlen. Sie sind für uns meist nur als stellares, also sternförmiges Objekt sichtbar.




R
Radiant
Der scheinbare Ursprungspunkt am Himmel, von dem alle Meteore (Sternschnuppen) eines bestimmten Meteorstroms ausgehen.
Reflektor
Spiegelteleskop, das das eintreffende Licht mit einem Spiegel bündelt. Der weitere Strahlengang ist vom genauen Typ abhängig, üblich ist zumindest ein zweiter Hilfsspiegel.
Reflexionsnebel
Gasnebel, die nicht selbst leuchten, sondern das Licht nahe gelegener Sterne in unsere Richtung streuen. Diese Nebel erscheinen dann meist blau, wie z.B. bei den Plejaden.
Refraktor
Linsenfernrohr, das das eintreffende Licht mit einer Linse bündelt. Das im Brennpunkt entstehende Bildchen wird durch das Okular betrachtet.
Rektaszension
Himmelskoordinate, die den Abstand vom Frühlingspunkt aus angibt. Sie entspricht den Längenkreisen auf der Erde und wird im Zeitmass (Stunden, Minuten, Sekunden) nach Osten gemessen. (Deklination)




S
Schwarzes Loch
Endstadium der Entwicklung massereicher Sterne. Aus dem Inneren eines Schwarzen Lochs kann keine Information (z.B. in Form von Licht oder Radiowellen) nach aussen gelangen; allerdings verrät das Schwarze Loch seine Anwesenheit durch die enorme Gravitationskraft.
Solstitium
Sonnenwende. Am 21. Juni hat die Sonne bei uns ihre grösste Mittagshöhe, ab dem nördlichen Polarkreis geht sie als Mitternachtssonne niemals unter. Etwa um den 21. Dezember hat sie ihre kleinste Mittagshöhe bei uns erreicht; sie geht am frühesten unter und spätesten auf. (Äquinoktium)
Spektraltyp
Aus dem Spekturm gewonnene Klassifizierung eines Sterns. Die Farbe des Sterns weist auf seine Oberflächentemperatur hin. Die entsprechenden Typen von Spektren werden mit Grossbuchstaben bezeichnet, die sich nach der zugehörigen Temperatur in eine Reihenfolge bringen lassen: O-B-A-F-G-K-M. Links stehen dabei die heissesten, blau leuchtenden O-Sterne. Unsere Sonne ist ein gelber G-Stern, und am rechten Ende der Spektraltypen befinden sich kühle, rote M-Sterne.
Spekturm
Ein "Regenbogen" aus allen Farben des weissen Lichts. Fächert man weisses Licht auf (z.B. mit einem Prisma), dann zeigt sich, dass es sich dabei um ein Gemisch aller Farben handelt, aus denen z.B. der Astrophysiker sein Wissen über die Sterne herausliest.
Spiralarm
Ein Teil der Milchstrasse. Unsere Heimatgalaxie weist Spiralstruktur auf, d.h. neben den etwas dichteren Gebieten, in denen auch junge Sterne im interstellaren Medium entstehen, gibt es auch eher etwas leerere Gebiete. Die dichteren und sternreichen Gebiete sind die Arme der Spiralgalaxie, wie man sie auch von vielen anderen Galaxien her kennt.
Sterntag
Die Zeit, in der sich die Erde um genau 360 Grad dreht. Ein Sterntag dauert 23h56m04s,091 und ist damit um knapp 4 Minuten kürzer als ein Sonnentag (=mittlere Zeit zwischen zwei aufeinander folgenden Mittagen). Die Sonne hinkt den Sternen also jeden Tag scheinbar um ca. 4 Minuten nach.
Supernova
Heftige Explosion am Lebensende eines massereichen Sterns, die durch den plötzlichen Kollaps des Kerns entsteht. Für wenige Tage können diese Sterne ebenso hell leuchten wie eine ganze Galaxie. Als Überrest bleibt ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch zurück.




V
Vignettierung
Randabschattung einer Aufnahme, die sich durch abgedunkelte Bildecken bemerkbar macht. Verringern kann man die Vignettierung durch Abblenden des Objektivs.




W
Wasserstoff
Einfachstes chemisches Element, das im Weltall obendrein das häufigste ist.
Wechselwirkende Galaxien
Galaxien, die sich durch ihre gegenseitige Anziehungskraft beeinflussen. Neben der Verformung von Spiralarmen kommt es häufig zu einer drastisch gesteigerten Entstehung neuer Sterne.




Z
Zenit
Der Punkt am Himmel, der sich genau über dem Beobachter befindet; jeder Mensch auf der Erde hat also seinen ganz eigenen Zenit. (Nadir)
Zirkumpolar
Sterne, die so nah am Himmelspol stehen, dass sie niemals auf- oder untergehen. Für einen Beobachtungsort der geographischen Breite ? sind alle Sterne mit einer Deklination grösser als 90 Grad zirkumpolar.
Zodiak(us)
Teilweise gebräuchliche Bezeichnung für den Tierkreis, also die Sternbilder, durch die sich Sonne, Mond und die Planeten bewegen.




www.astronomicon.ch